Faeser: Mehr als eine Million Flüchtlinge aus der Ukraine erfasst

Wegen des Krieges sind mehrere Millionen Ukrainer aus ihrer Heimat geflohen, viele davon nach Deutschland. Innenministerin Faeser legte nun Zahlen vor.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat bekannt gegeben, dass in Deutschland mehr als eine Million Flüchtlinge aus der Ukraine registriert wurden.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat bekannt gegeben, dass in Deutschland mehr als eine Million Flüchtlinge aus der Ukraine registriert wurden.dpa/Wolfgang Kumm

In Deutschland sind inzwischen mehr als eine Million geflüchtete Menschen aus der Ukraine erfasst worden. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) nannte dem Nachrichtenportal T-Online die genaue Zahl von 1.002.763 Ukrainern, die seit Beginn des russischen Angriffskrieges von deutschen Behörden registriert wurden. „Wir haben das Leben vieler Frauen und Kinder aus der Ukraine gerettet“, sagte die SPD-Politikerin dem Portal am Freitag. „Wir haben diese Riesenaufgabe bisher gut bewältigt, deutlich besser als bei früheren Fluchtbewegungen.“

Faeser sprach von einem humanitären Kraftakt. „Je länger der Krieg dauert, desto schwieriger ist es, so viele Geflüchtete gut unterzubringen und zu versorgen“, so die Ministerin. Für kommenden Dienstag seien Vertreter von Kommunen und Ländern eingeladen, um die Flüchtlingshilfe zu koordinieren. Bei der Zahl der hier lebenden Ukrainer gebe es jedoch Unsicherheiten. So sei unklar, wie viele der seit Kriegsbeginn nach Deutschland Eingereisten die Bundesrepublik wieder verlassen haben.

Faeser „besorgt“ über Mittelmeer- und Balkanflüchtlinge

Beunruhigt zeigte sich Faeser darüber, dass auch über das Mittelmeer und die Balkanroute wieder mehr Menschen nach Europa kommen. „Das macht mir Sorge“, sagte sie. „Deshalb steuern wir mit einem Bündel an Maßnahmen gegen.“

Schon im Mai seien die Grenzkontrollen zu Österreich verlängert worden. An der Grenze zu Tschechien kontrolliere die Bundespolizei verstärkt per Schleierfahndung. Österreich und Tschechien kontrollierten ihre Grenzen ebenfalls stärker. „Wir sind gemeinsam in der Verantwortung, illegale Einreisen zu stoppen, damit wir weiter den Menschen helfen können, die dringend unsere Unterstützung brauchen“, sagte die Ministerin.