Nationalparkleiter: Brauchen eine Kur für die Oder

Nach der Umweltkatastrophe in der Oder muss nach Ansicht des Leiters des Nationalparks Unteres Odertal, Dirk Treichel, die Widerstandsfähigkeit der Oder gest...

Potsdam-Nach der Umweltkatastrophe in der Oder muss nach Ansicht des Leiters des Nationalparks Unteres Odertal, Dirk Treichel, die Widerstandsfähigkeit der Oder gestärkt werden. „Wir brauchen eine Kur für die Oder“, sagte Treichel am Dienstag beim Umweltausschuss des Landtags in Potsdam. Es müsse alles unternommen werden, um den Stress des Ökosystems zu minimieren. Dazu gehörten die Verhinderung von Gewässereinleitungen und gewässerbauliche Maßnahmen, so Treichel. Es gebe bereits viele Ideen für aktives Tun, damit sich der Fluss wieder erholen könne, etwa die Schaffung von Flutrinnen und das Anschließen von Nebengewässern oder Altarmen der Oder. Zudem sei es wichtig, die Auen weiter als natürliche Hochwasserschutzflächen zu revitalisieren.

Unmittelbar am Nationalpark Unteres Odertal hatte der brandenburgische Landkreis Uckermark Treichel zufolge 12.000 Kilo tote Fische aus dem Fluss geholt. Darunter seien etliche 30 bis 40 Jahre alte Welse gewesen, auch Zander, berichtete der Nationalparkleiter. Mitarbeitende des Nationalparks hatten vor der Umweltkatastrophe unter anderem die Fischfauna erfasst und könnten nun Vergleichsuntersuchungen durchführen.