Berlin - Rund 1000 Polizisten sollen jeweils am Samstag und Sonntag kontrollieren, wie die verschärften Regeln der neuen Infektionsschutzverordnung stadtweit eingehalten werden. 

In Berlin gelten ab Samstag neue Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Ein Mund-Nasen-Schutz muss nun auch auf Märkten und in zehn besonders belebten Straßen, in Shoppingmalls und Warteschlangen getragen werden.

Auch strengere Obergrenzen für private Zusammenkünfte treten in Kraft. Draußen dürfen sich nur noch 25 statt bisher 50 Menschen etwa zu einer Feier treffen, drinnen statt bisher zehn Menschen nur noch Angehörige eines Haushalts plus maximal fünf andere Personen.

Die Hälfte der Einsatzkräfte sind Polizisten der Hauptstadt, die anderen Bundespolizisten. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatten sich auf den gemeinsamen Einsatz verständigt.

Erst Verständnis, dann Anzeigen

Ein Sprecher der Polizei sagte, zuerst werde versucht, Verständnis bei den Bürgern zu wecken. Wer die Aufforderungen etwa zum Maske-Tragen oder Abstand-Halten ignoriert, müsse mit Konsequenzen rechnen. Dann würden Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten geschrieben und an die Bezirksämter weitergeleitet.

Die verstärkten Kontrollen sollen laut Senator Geisel zeigen, dass die Zeit der Sorglosigkeit vorbei sei. Laut Bundesminister Seehofer ist die Lage angesichts der Zahl von Neuinfektionen sehr ernst.