Neue Corona-Variante XBB.1.5 erstmals in Potsdam nachgewiesen

Die neue Virusvariante XBB.1.5 ist offenbar in Potsdam angekommen. Laut WHO ist sie die bislang ansteckendste Subvariante des Coronavirus.

Eine biologisch-technische Assistentin bereitet PCR-Tests für die Analyse vor. 
Eine biologisch-technische Assistentin bereitet PCR-Tests für die Analyse vor. dpa/Julian Stratenschulte

Die Omikron-Subvariante XBB.1.5 hat Brandenburg erreicht. Die Mutation sei in der vergangenen Woche erstmals bei Sequenzierungen am Potsdamer Bergmann-Klinikum nachgewiesen worden, sagte Klinikumssprecherin Theresa Decker auf Anfrage der Potsdamer Neuesten Nachrichten.

Wöchentlich werden dem Bericht nach am städtischen Bergmann-Klinikum rund 220 viruspositive Proben sequenziert. Nicht alle von ihnen stammen jedoch unbedingt aus Potsdam.

Lauterbach besorgt über Ausbreitung von Corona-Variante XBB.1.5

XBB.1.5 ist eine Subvariante von Omikron, die sich derzeit stark in den USA ausbreitet. Sie wurde bislang in 29 Ländern nachgewiesen, auch in anderen europäischen Ländern. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte in dieser Woche vor der neuen Corona-Variante gewarnt. Auf Twitter schrieb er: „Hoffentlich kommen wir durch den Winter, bevor eine solche Variante sich bei uns ausbreiten kann.“ Der neue Virustyp lasse im Nordosten der USA die Zahl der Krankenhauseinweisungen steigen.

Die Variante XBB.1.5 ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ansteckender als bisherige Varianten, weil sie von den Antikörpern im Abwehrsystem der Menschen schlechter erkannt wird. Bislang gebe es jedoch keine Hinweise darauf, dass sie auch zu schwereren Krankheitsverläufen führe, so die WHO. Eine genaue Risikoabschätzung stellt die WHO für die nächsten Tage in Aussicht.