Nottingham - In Großbritannien berichten Frauen von gegen sie gerichteten Attacken mit Spritzen. So erzählt beispielsweise die 19-jährige Sarah Buckle in einem BBC-Interview von einem Vorfall am 28. September in einem Nottinghamer Club, in dem sie getanzt habe. Sie habe etwas erzählt, dann hätte sie plötzlich „kein einziges Wort mehr herausbekommen“. Dann sei ihr schwindelig und schlecht geworden. Andere Clubbesucher hätten ihr daraufhin geholfen sich hinzusetzen. Am nächsten Tag sei sie in einer Klinik aufgewacht.

Dort habe sie dann einen Einstich in ihrer Hand entdeckt. Sie habe an der Stelle ein Brennen und ein Pochen gespürt. Buckle geht davon aus, dass sie mit einer Nadel attackiert worden ist. Sie sagt: „Es ist so erschreckend. Ich habe immer auf mein Getränk geachtet, es abgedeckt, aber wie willst du verhindern, dass jemand auf dich einsticht?“

Petitionisten wollen Durchsuchung von Clubbesuchern zur Pflicht machen

Auf Twitter hat zudem eine Frau Nachrichten von ihrer Tochter gepostet, in denen sie davon berichtet, „über ein halbes Dutzend“ Frauen zu kennen, auf die ebenfalls eingestochen worden sei. Auch die Studentin Zara Owen glaubt Opfer eines derartigen Angriffs geworden zu sein. Sie sei in den Oberschenkel gestochen worden. Aus diesem Grund habe sie eine Petition ins Leben gerufen. Die Aktion hat das Ziel, Clubbetreibern gesetzlich vorzuschreiben, Gäste beim Eintritt gründlich zu durchsuchen. Bislang haben 167.959 Menschen die Petition unterschrieben.