Berlin - Neue Fernzüge sollen Berlin ab dem nächsten Jahr mit anderen europäischen Großstädten verbinden. Geplant sei unter anderem eine Verbindung nach Barcelona, wie der rbb am Freitag berichtete. Bahnunternehmen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich werden demnach ab 2021 neue Nachtzugverbindungen einrichten.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte im September ein Konzept vorgelegt, um den so genannten TransEuropExpress (TEE) wieder aufleben zu lassen. Mit einer Kombination aus Hochgeschwindigkeits- und Nachtzügen sollen zunächst die Bahnstrecken genutzt werden, für die keine umfassenden Umbaumaßnahmen notwendig sind. Dazu gehören etwa durchgehende Verbindungen zwischen Amsterdam und Rom, Paris und Warschau oder eben Berlin und Barcelona. Fahrzeiten von rund 13 Stunden sollen diese Städte künftig voneinander trennen.

Bereits im Oktober hatten die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), an die die Deutsche Bahn ihr Nachtzugnetz abgegeben hat, angekündigt, ihr Angebot europaweit auszubauen. Das private schwedische Bahnunternehmen Snelltaget (Snälltåget) hatte im Sommer ebenfalls mitgeteilt, im kommenden Jahr einen Nachtzug zwischen Berlin und Stockholm anzubieten.

TEE-Züge waren von den 1950ern bis in die 80er-Jahre auf Europas Fernstrecken im Einsatz, bis sie durch Eurocity-Züge ersetzt wurden. Das Bundesverkehrsministerium und die Deutsche Bahn wollen ihre genauen Pläne für die neuen Fernverbindungen bei einer Pressekonferenz am kommenden Dienstag vorstellen.