BerlinDie seit vier Jahren wegen Sanierungsarbeiten geschlossene Neue Nationalgalerie in Berlin wird später als bisher geplant wiedereröffnet. Ein Termin sei nun für Mitte August 2021 vorgesehen, hieß es am Freitag bei der für die Staatlichen Museen zuständigen Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Zuvor hatte das für die Bauleitung zuständige Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung unter Hinweis auf die coronabedingten Einschränkungen mitgeteilt, die ursprünglich für den 14. Dezember 2020 geplante Schlüsselübergabe werde zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Alle Beteiligten seien optimistisch, dass dies Ende April 2021 der Fall sein könne.

„Auch die Baustelle der Neuen Nationalgalerie blieb von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie nicht vollständig verschont“, hieß es beim Bundesamt. Derzeit und in den kommenden Wochen liefen Restarbeiten in den Ausstellungsräumen und an den Außenanlagen. Die 1968 eröffnete Architektur-Ikone von Ludwig Mies van der Rohe (1886–1969) mit dem markanten, mächtigen Flachdach wird seit 2016 für rund 140 Millionen Euro grundsaniert. Mit der Planung wurde der Star-Architekt David Chipperfield beauftragt, der zuletzt auch die James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel gebaut hatte. Mit den Arbeiten wurden mehr als 35.000 Originalbauteile restauriert und wieder eingebaut.

Die Neue Nationalgalerie am Kulturforum präsentiert als Teil der verschiedenen Häuser der Nationalgalerie bisher Werke des 20. Jahrhunderts bis in die 1960er-Jahre. In direkter Nachbarschaft beginnen in diesen Tagen die Bauarbeiten für das umstrittene Museum für Kunst des 20. Jahrhunderts als ergänzender Teil der Nationalgalerie. Der 450 Millionen Euro teure Bau soll 2026 fertig sein.