Berlin - Der Berliner Bezirk Mitte hat vor vier Wochen ein neues Bezirksparlament gewählt. Grüne und SPD haben offenbar die Stadtratsposten verteilt und erste Pläne gefasst. Grüne und SPD hatten mit 28,5 Prozent und 18,5 Prozent die meisten Stimmen errungen. Die Berliner Morgenpost zitiert aus einem Vereinbarungsentwurf. Stephan von Dassel (Grüne) soll demnach Bezirksbürgermeister bleiben. Darüber hinaus bekommen die Grünen offenbar zwei weitere Stadtratsposten, die SPD darf einen Stadtrat und den stellvertretenden Bürgermeister stellen. Die übrigen beiden Stadtratsposten gehen jeweils an die CDU und Linke.

Bei den Grünen fallen für die Postenbesetzung die Namen Filiz Keküllüoglu und Stefanie Remlinger. Bei der SPD wird, so der Plan, Ephraim Gothe weiterhin Stadtrat für Stadtentwicklung bleiben. Die CDU hält offenbar weiterhin an Carsten Spallek fest.

Die Pläne des Bezirks zu Finanzen und Verwaltung

Außerdem will der Bezirk künftig ein Haushaltsdefizit vermeiden, heißt es. Die Bezirksverwaltung soll modernisiert werden. Dem Papier zufolge sollen die Angestellten bis Ende 2022 über eine technische Ausstattung verfügen, die Homeoffice möglich macht. „Unter dieser Voraussetzung sollen alle Beschäftigten das Recht auf mindestens zwei Tage Arbeiten von Zuhause haben“, heißt es im Entwurf. Die digitale Akte soll bis 2022 in der Verwaltung eingeführt werden.

Das passiert auf den Straßen des Bezirks

Grüne und SPD planen, den Bezirk fahrrad- und fußgängerfreundlicher zu machen. Bis 2026 sollen laut Plan 25 Prozent der Parkplätze verschwinden und für Baumpflanzungen und als nachbarschaftlich genutzter Stadtraum verfügbar gemacht werden. Vorgesehen sind mehr Bäume und Pflanzen sowie Wassersprinkler.  Dort, wo jetzt noch Parkplätze sind, wird laut Plan bald Platz für Fahrräder, Elektrofahrräder, Elektroroller, Elektrotretroller und Lastenräder entstehen. Bis Mitte 2022 ist Parken überall kostenpflichtig. Bis 2026 sollen mindestens 15 Fahrradstraßen im Bezirk fertiggestellt werden.

Das plant Mitte im Bereich Bauen und Wohnen

Mehr Wohnraum für einkommensschwache Menschen soll entstehen und Milieuschutzgebiete im Bezirk bis 2026 deutlich erhöht werden. Bis 2026 sollen auf allen öffentlichen Gebäuden Gründächer und Fassadenbegrünungen, insbesondere die Errichtung von Solardächern umgesetzt werden.