Ein Braunbär ist im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gesichtet worden. Wie der Radiosender Antenne Bayern berichtet, tappte der Bär am 30. April in eine Fotofalle. Vor diesem Ereignis war in Bayern zuletzt im Frühjahr 2020 ein Braunbär gesichtet worden. Gleich mehrfach konnten damals im Winterhalbjahr im Gebiet zwischen Reutte im österreichischen Tirol und dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen entsprechende Hinweise bestätigt werden. Ob es sich jetzt um dasselbe Tier handelt wie damals, ist unklar.

Im Gegensatz zu seinem Artgenossen, dem „Problembär Bruno“, der deutschlandweit bekannt und im Sommer 2006 geschossen wurde, verhält sich der kürzlich gesichtete Braunbär unauffällig.

In Deutschland gibt es seit langem keine freilebenden Braunbären mehr – sieht man von einigen wenigen Beobachtungen ab. Bereits im Mittelalter wurde die Population stark zurückgedrängt. Der für lange Zeit letzte deutsche Braunbär soll ein 1835 in Ruhpolding erlegtes Tier gewesen sein. Mit der Wiederansiedlung in Österreich stellt sich auch in Deutschland die Frage nach einer möglichen Etablierung einer Braunbärenpopulation.