BerlinBei ungefähr drei Viertel aller Personen, die in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ist nicht bekannt, wo und bei wem sie sich angesteckt haben. Das Robert-Koch-Institut (RKI) will nun in einer neuen Studie herausfinden, ob Kneipen- und Restaurantbesuche mit einem erhöhten Risiko für eine Corona-Infektion verbunden sind. Auch, ob es einen Unterschied macht, ob man sich mit Freunden drinnen oder draußen trifft und bei welchen Veranstaltungen ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, soll untersucht werden.

An der Studie teilnehmen können laut dem RKI Erwachsene, die an Covid-19 erkrankt sind und die nicht Teil eines lokalen Ausbruchsgeschehens sind. Mögliche Teilnehmer werden von ihrem Gesundheitsamt gefragt, ob sie an der Studie teilnehmen wollen. Wer damit einverstanden ist, erhält ein Informationsschreiben und eine Einwilligungserklärung vom RKI. Nach erfolgter schriftlicher Einwilligung wird der Studienteilnehmer telefonisch befragt. Die Fragen betreffen vor allem die zehn Tage vor Erkrankungsbeginn. Thematische Schwerpunkte sind beispielsweise die Häufigkeit und näheren Umstände von privaten und beruflichen Zusammenkünften mit anderen Menschen.

Die Studie läuft seit Anfang November und soll bis zum Frühjahr dauern.