Forscher haben die Schrittzahl berechnet, die nötig ist, um das Sterblichkeitsrisiko signifikant zu senken. Bislang wurden 10.000 Schritte empfohlen. Diese Zahl muss einer neuen Analyse zufolge wohl nach unten korrigiert werden. Im The Lancet The Medical Journal heißt es: „Obwohl 10.000 Schritte pro Tag weithin als gesundheitsfördernd beworben werden, gibt es kaum Belege für diese Empfehlung.“

Die Wissenschaftler fanden folgendes heraus: Wenn Über-60-Jährige ihre Schritte von etwa 3000 auf etwa 7000 erhöhen, können sie ihr Sterblichkeitsrisiko um 50 Prozent senken. Und für Jüngere überwiegen der Statistik zufolge die Vorteile des täglichen Gehens, wenn sie etwa 9.000 Schritte pro Tag gehen.

Forscherin: Keine „Alles-oder-Nichts-Situation“

Lag die Zahl der Schritte höher, erreichte das Sterblichkeitsrisiko ein Plateau, heißt es. Die Wissenschaftler halten überdies fest, dass ältere Erwachsene möglicherweise eine geringere Anzahl von Schritten, um ähnliche Verbesserungen der gesundheitlichen Vorteile erzielen wie Jüngere.

Amanda Paluch, Kinesiologin und Expertin für öffentliche Gesundheit bei UMass Amherst und Hauptautorin der Studie, sagt: „Gehen kommt fast jeder Zelle im Körper zugute.“ Überdies weist sie darauf hin, dass es sich nicht um eine „Alles-oder-Nichts-Situation“ handelt. Wer 60 Jahre oder älter sei, könne schon mit einer auf etwa 5000 erhöhten Schrittzahl sein Sterblichkeitsrisiko um satte 40 Prozent senken, Jüngere mit etwa 7000.