Berlin - Bei Interieurdesignerinnen und -designern ist ein neuer Trend angesagt: Deko-Objekte in Busenform. So bietet beispielsweise die Wiener Unternehmerin Amélie Bilgram auf der Website ihres Unternehmens Die Busenfreundin Kissen an, die an Brüste erinnern. Aber auch Glühbirnen oder Anhänger für Ketten finden sich in dem Shop.  

Gegenüber dem Magazin Jungbleiben sagt Bilgram: „Der Busen steht als Hort des Herzens und für das Innerste und Intimste des Menschen. Meine Message ist es Frauen zu stärken, unseren Busenfreundinnen als Symbol der Freundschaft einen Busen zu schenken und erkrankten Frauen Mut zu machen.“

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Das Bielefelder Label Artcanbreakyourheart stellt Hocker in Busen-Form her. 

Der Bielefelder Designer Sascha Grewe stellt unter anderem Busenhocker und Busensofas her. Der Welt verriet Grewe: „Das Bewusstsein und die Selbstliebe für den eigenen Körper ist in den letzten Jahren viel stärker geworden. Diversität und weibliches Empowerment führen dazu, dass ästhetische Objekte rund um den Körper Einzug in unsere Wohnungen erhalten.“

Das Label PlantPorn stellt Blumentöpfe in Busenform her, es gibt Kaffeetassen mit Nippeln oder Briefbeschwerer in Busenform. Ob der Trend sich allerdings durchsetzen kann, ist fraglich, denn: Die Busenfreundin und andere Labels haben nur wenige tausend Follower auf Instagram, und die Möbelstücke von Sascha Grewe sind mit 300 bis 1000 Euro eher im hochpreisigen Segment angesiedelt.