Berlin - Die Plattform Emojipedia will erreichen, dass bald auch schwangere Männer auf die Emoji-Tastatur kommen. Damit sollen Transmänner (Menschen, die mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen zu Welt kamen, sich aber als Männer identifizieren) und nicht-binäre Personen repräsentiert werden. 

Neben dem „Schwangeren Mann“ mit Bart und Babybauch soll auch eine „Schwangere Person“ dazu kommen – dem Emoji soll kein Geschlecht zugeordnet werden können. 

Einmal im Jahr entscheidet das Unicode Consortium, eine gemeinnützige Organisation, über neue Standards. Der Unicode ist die Festlegung aller bekannten Schriftkulturen und Zeichensysteme in einem digitalen Code (beispielsweise Emojis). Emojipedia ist ein wahlberechtigter Teil der Organisation, ebenso wie Apple, Facebook oder Google. Im September wird wieder über neue Standards abgestimmt – möglicherweise auch über die schwangeren Männer. Allerdings scheint die Durchsetzung aktuell noch schwierig: Für die Aufnahme eines neuen Emojis muss es bereits weltweit häufig verbreitet sein.