Neuer Vorstoß: Diese Idee soll das Berliner 29-Euro-Ticket retten

Berliner können bis Ende des Jahres für 29 Euro im Monat durch die Hauptstadt reisen. Das soll auch so bleiben. So könnte der günstige Preis gehalten werden.

Eine S-Bahn hält in einem Bahnhof.
Eine S-Bahn hält in einem Bahnhof.dpa/Paul Zinken

Verkehrssenatorin Bettina Jasrasch will Arbeitgeber künftig zur Finanzierung des Berliner Rabatt-Tickets für den öffentlichen Nahverkehr zur Kasse bitten. So könne der Preis von 29 Euro pro Monat gehalten werden, erklärte die Senatorin laut Berliner Morgenpost. Demnach müssten Arbeitgeber 20 Euro hinzuschießen, um die Differenz zum bundesweiten 49-Euro-Ticket zu decken.

„Dann haben die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ein 29-Euro-Ticket, ohne dass wir Steuergeld dafür ausgeben“, warb Jarasch laut dem Bericht für ihr Modell. Auch für andere Zielgruppen sollen demnach Lösungen gefunden werden. „Ich arbeite gerade an einem Gesamtpaket“, betonte sie. In der Diskussion um das Anschlussmodell werde sie eng mit Brandenburg zusammenarbeiten.

Vorstoß orientiert sich an VBB-Firmenticket

Vorreiter für das neue Modell ist demnach das VBB-Firmenticket. Aktuell gibt es dieses in einem zweistufigen Modell. In der ersten Stufe gibt der Arbeitgeber zehn Euro dazu, der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) gewährt dazu einen zusätzlichen Rabatt von vier Euro. In der zweiten Stufe gibt der Arbeitgeber 15 Euro, der Arbeitnehmer bekommt zusätzlich acht Euro Rabatt.

Bei der Industrie- und Handelskammer findet der Vorstoß positiven Anklang. „Wir machen gerne mit und unterstützen das“, sicherte IHK-Vizepräsident Robert Rückel der Senatorin zu.

Das bundesweit gültige 49-Euro-Ticket soll ab Januar 2023 erhältlich sein. Dann läuft auch das Berliner Nachfolgemodell für das 9-Euro-Ticket aus, das derzeit für 29 Euro zu haben ist.