Innen- und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) hat zwei Tage vor dem Derby gegen Union Berlin einen weiteren Standort für ein neues Hertha-Stadion vorgeschlagen. „Wir haben am Rande des Maifelds noch sehr viel Freifläche, wo man ein kleineres Stadion hinsetzen könnte“, sagt sie dem Sender RBB. Nach Informationen des Senders hat Spranger ein Areal nördlich des Maifeldes an der Friedrich-Friesen-Allee im Blick. Das wäre dann eine Fläche zwischen Berliner Waldbühne und altem Olympiastadion. Zurzeit befindet sich dort ein Reitverein. Der Vorschlag müsse nun allerdings geprüft werden. Das werde länger dauern, so die Senatorin.

Spranger machte diesen Vorstoß am Donnerstag, obwohl sich der Bezirk am Mittwoch im Sportausschuss ausdrücklich gegen das Maifeld als neuen Standort ausgesprochen hat.

Sie rief den Verein auf, „seine Hausaufgaben zu machen“. Dazu gehöre eine Anpassung der Stadionpläne, vor allem bei der Größe. „Und ich erwarte natürlich, dass Hertha eine Verlängerung der Spielzeit im Olympiastadion macht, bis 2030“, zitiert der Sender Spranger weiter.

Hertha bekommt das Olympiastadion zu den Heimspielen nicht immer voll

Im Gespräch sei, dass Hertha BSC und das Land Berlin eine gemeinsame Betreibergesellschaft für das Olympiastadion und das neue Hertha-Stadion gründen.

Immer wieder gibt es Streit um einen möglichen Standort für ein neues Stadion. Hertha will im Olympiapark bleiben, der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf lehnt das ab. Die Diskussion um ein neues Stadion für den Bundesligisten ist schon Jahre alt. Ein Argument für ein kleineres Stadion ist, dass Hertha das Olympiastadion (74.000 Sitzplätze) nicht zu jedem Heimspiel mit Fans vollbekommt. Wegen der Laufbahn zwischen Tribüne und Spielfeld können nicht alle Fans gut zuschauen.