Berlin - Nach rund sechs Wochen Sommerferien wird es für gut 460.000 Schülerinnen und Schüler in Berlin nun wieder ernst: Am Montag beginnt das neue Schuljahr. Es ist bereits das dritte in der Corona-Pandemie. Deshalb sind in den Schulen erneut Hygienemaßnahmen, Maskentragen, Abstand, Luftfilter und regelmäßige Schnelltests angesagt.

In den ersten drei Schulwochen sind jeweils drei Tests vorgeschrieben. Trotz zuletzt wieder steigender Corona-Zahlen setzt der Senat auf Präsenzunterricht, der im Unterschied zum letzten Schuljahr verpflichtend für alle Schüler ist.

Mobile Impfteams für Oberstufenzentren

An den Oberstufenzentren sollen ab Montag mobile Impfteams zum Einsatz kommen. Ihr Angebot richtet sich zunächst an knapp 70.000 junge Erwachsene, die bereits volljährig sind. Auch 16- und 17-Jährige, die eine Erlaubnis der Erziehungsberechtigten vorweisen können, erhalten ein Impfangebot in diesen Schulen. Alle anderen Schüler ab zwölf Jahren können sich in den Impfzentren oder bei niedergelassenen Ärzten impfen lassen. Eine flächendeckende Kampagne an allen Schulen ist bislang nicht geplant.

Insgesamt starten am Montag 376.460 Schüler allgemeinbildender Schulen (2020: 369.841) und 87.360 Schüler (2020: 83.264) berufsbildender Schulen ins neue Schuljahr. Rund 32.000 Lehrkräfte sowie Tausende Erzieher kümmern sich um sie. Die Besetzung von 2440 unbefristeten Lehrerstellen war wie jedes Jahr schwierig, gelang aber nach Angaben von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) bis auf etwa 80 Stellen.

Immer mehr Quereinstiger an Berliner Schulen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) verweist auf immer mehr Quereinsteiger, die nicht ausreichend ausgebildet seien. Dringend nötig sei eine Ausbildungsoffensive für Lehrkräfte.