Neuköllns Bürgermeister Martin Hikel.
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BerlinNeuköllns Bürgermeister Martin Hikel (SPD)  hat sich schockiert über Regelverstöße vieler Kneipenbetreiber in Corona-Zeiten gezeigt. Das Ergebnis von 54 Kontrollen rund um Weser- und Weichselstraße am Wochenende sei „ernüchternd“, schrieb Hikel am Dienstagmorgen auf seiner Facebookseite. „Genau in einer Bar gab es keinerlei Beanstandung – in allen anderen hatten Ordnungsamt und Polizei alle Hände voll zu tun: 15 Verstöße gegen die Infektionsschutzverordnung, weil keine Kontaktlisten geführt oder kein Mundschutz getragen wurde.“

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Hikel schrieb: „Ich bin entsetzt, dass gerade mal ein einziger Gastronom aus der Weichselstraße sich an alle Regeln hielt. Und nicht nachvollziehbar finde ich, dass sich unsere Mitarbeitenden von vielen Gästen Vorträge über Corona-Verschwörungstheorien anhören mussten.“

Die Pandemie-Regeln seien zur Bewältigung der Pandemie gedacht und „keine Schikane des Ordnungsamtes oder des Gesundheitsamtes“. Er hoffe auf einen Lerneffekt durch die Kontrollen und Bußgelder, so Hikel. „Gerade die Gastronomie sollte wissen, was ein weiterer Lockdown bedeuten würde.“

Hintergrund der Kontrollen sei auch, dass in drei Neuköllner Lokalen seit dem Lockdown bereits neue Infektionsherde entstanden seien, schrieb Hikel. Im Neuköllner Brauhaus hatte das Gesundheitsamt wegen unvollständiger oder fehlerhafter Kontaktlisten mit einem Aufruf nach den Gästen gesucht. Im Zusammenhang damit waren mindestens 22 Infektionen bekannt geworden.