Als die Beamten in dem Café nach 23 Uhr eintrafen, spielten die Gäste noch Karten, tranken und rauchten. Die Anwesenheitsliste war unvollständig.
Foto: Morris Pudwell

BerlinGegen 23.20 Uhr hat die Berliner Polizei in der Hermannstraße ein Café kontrolliert, das nach der Sperrstunde um 23 Uhr immer noch Kunden im Innenraum bewirtete. Die Gäste saßen dabei an Tischen, rauchten, tranken und spielten teilweise Karten. Nach Angaben eines Augenzeugen vor Ort trug keine der anwesenden Personen eine Mund-Nasen-Bedeckung.

Als mindestens fünf Personen das Polizeifahrzeug wahrnahmen, entfernten sie sich zügig unerkannt aus dem Lokal. Mindestens eine Person bewegte sich trotz Maskenpflicht im Laden frei umher.  

Die Beamten forderten den Betreiber auf, eine Anwesenheitsliste vorzuzeigen. Keine der anwesenden Personen waren darauf notiert.

Betreiber fühlt sich in seiner Würde verletzt

Der Betreiber wurde auf die geltenden Bestimmungen angesprochen. Er hielt die Sache für „harmlos“, es sei  doch „nur kurz nach 23 Uhr gewesen“. Ein Polizist sollte seine Dienstnummer gegenüber dem Inhaber aushändigen. Der Mann sagte dazu, dass die Maßnahme die „Würde des Menschen“ verletzen würde. 

Auch vor dem Café saßen Gäste. Draußen war eine Biergarnitur aufgestellt worden. Das Geschäft besitzt nach Angaben der Einsatzkräfte von vor Ort dafür aber keine Genehmigung. Bereits einige Monate zuvor fiel das Lokal auf. Das Café wurde seinerzeit abgedunkelt, hatte aber trotzdem die Türen für Publikumsverkehr geöffnet.