BerlinIn Neukölln und Gesundbrunnen sind am Sonnabendabend jeweils zwei Männergruppen in Streit geraten und haben sich gegenseitig attackiert. Wie die Polizei mitteilt, wurden dabei mehrere Personen verletzt. Derzeit werde geprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen den Auseinandersetzungen gibt.

Ersten Ermittlungen zufolge begann gegen 18.45 Uhr ein Streit in einem Spätkauf in der Wildenbruchstraße. Im weiteren Verlauf soll die Anzahl der an der Auseinandersetzung beteiligten Personen immer größer geworden sein. Zeugen berichteten von bis zu 30 Personen, die mit Messern, Einrichtungsgegenständen und Wasserpfeifen aufeinander losgingen. Anschließend sollen bis auf drei Verletze, die zurückblieben, alle Beteiligten in Richtung Sonnenallee und Laubestraße geflohen sein.

Polizisten konnte sechs mutmaßlich beteiligte Tatverdächtige im Alter von 17 bis 31 Jahren auf der Flucht stellen und festnehmen. Der 31-Jährige wies eine Kopfverletzung auf, verzichtete jedoch auf eine ärztliche Behandlung. Die Festgenommenen wurden zunächst aufs Revier gebracht und nach Überprüfung wieder auf freien Fuß gesetzt. Die in dem Geschäft zurückgebliebenen Verletzten kamen zum Teil mit schweren Kopf- und Schnittverletzungen in umliegende Krankenhäuser.

In Gesundbrunnen kam es am Abend ebenfalls zu einer Auseinandersetzung zweier Gruppen. Laut der Polizei gerieten gegen 22 Uhr am Hanne-Sobek-Platz ungefähr 15 Personen auf der Straße in Streit. Zeugen gaben an, dass sich fünf Personen, zum Teil in einem Porsche bei offenstehenden Türen sitzend, unterhielten, als sich drei Fahrzeuge näherten und mindestens zehn Personen ausstiegen.

Im Laufe der dann folgenden Auseinandersetzung sollen die hinzugekommenen Männer mit Messern und unbekannt gebliebenen Schlagwerkzeugen aufeinander losgegangen und anschließend unerkannt entkommen sein. Die Angegriffenen erlitten Platzwunden an den Köpfen, ein Mann wurde durch einen Stich in den unteren Rückenbereich verletzt.