Wellington -  Erstmals seit mehr als sechs Monaten ist in Neuseeland ein Todesfall nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden. In einem Krankenhaus in Auckland sei eine um die 90 Jahre alte Frau gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Sie litt demnach noch an anderen Erkrankungen. Zuletzt hatte es in dem Pazifikstaat Mitte Februar einen Corona-Toten gegeben. Insgesamt wurden bislang 27 Todesfälle nach einer Corona-Ansteckung registriert.

Strenger Lockdown in Auckland

Wegen eines Corona-Ausbruchs im August mit nunmehr 782 Fällen gelten in dem Land strikte Einschränkungen. In der Millionenmetropole Auckland selbst gilt ein strenger Lockdown, nur wesentliche Geschäfte wie Supermärkte und Apotheken dürfen öffnen.

Der Inselstaat mit fünf Millionen Einwohnern hat sich seit März 2020 weitgehend von der Außenwelt abgeschottet. Im April hatte die Regierung einen Reisekorridor mit dem Nachbarland Australien eröffnet, der aber Ende Juli wegen einer Corona-Welle beim großen Nachbarn wieder geschlossen wurde.

Die anfangs sehr schleppend verlaufende Impfkampagne schreitet derweil langsam voran: Mittlerweile sind fast 1,3 Millionen Neuseeländer vollständig geimpft. Die Regierung hatte anfangs auf eine Null-Covid-Strategie gesetzt. Kritiker werfen ihr vor, sich deshalb lange nicht genug ums Impfen gekümmert zu haben.