Neymar bei Betrugsprozess freigesprochen

Der jahrelange Rechtsstreit um den Transfer des Spielers zum FC Barcelona hat nun ein Ende: Das Gericht konnte kein Vergehen bei Neymar feststellen.

Neymar ist im Korruptionsprozess in Spanien freigesprochen worden.
Neymar ist im Korruptionsprozess in Spanien freigesprochen worden.AFP/Josep Lago

Im Korruptionsprozess gegen den brasilianischen Fußballer Neymar ist der 30-jährige Sportstar freigesprochen worden. Auch für die übrigen acht Angeklagten endete der Prozess vor einem Gericht im spanischen Barcelona mit Freispruch, wie am Dienstag mitgeteilt wurde. Es sei kein Vergehen festzustellen gewesen, erklärte das Gericht. Neymar waren im Zusammenhang mit seinem Wechsel vom brasilianischen Klub Santos zum FC Barcelona im Jahr 2013 Korruption und Betrug vorgeworfen worden.

Die Staatsanwaltschaft hatte für Neymar, der seit 2017 beim französischen Spitzenklub Paris Saint-Germain spielt, zunächst eine zweijährige Haftstrafe sowie eine Geldstrafe in Höhe von zehn Millionen Euro gefordert. Ende Oktober erklärte die Staatsanwaltschaft dann aber überraschend, sie habe beschlossen, „die Vorwürfe gegen alle Angeklagten in allen Punkten“ zurückzuziehen.

Wie viel Geld floss wirklich beim Neymar-Transfer?

Der Prozess war Höhepunkt eines jahrelangen Rechtsstreits um Neymars Wechsel zum FC Barcelona. Nach Angaben des spanischen Topvereins flossen 57,1 Millionen Euro bei dem Transfer, nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft waren es mindestens 83 Millionen Euro.

Neymar und acht weiteren Angeklagten, darunter seinen Eltern, wurde vorgeworfen, den wahren Umfang des Transfer-Deals verschleiert zu haben. Die brasilianische Firma DIS, die in Neymars Zeit beim FC Santos einen Anteil von 40 Prozent an den Sportvermarktungsrechten des Fußballers hielt, sah sich dadurch geschädigt.

Der Prozess in Barcelona hatte einen Monat vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar begonnen. Neymar ist inzwischen mit der Seleção im Viertelfinale gegen Kroatien aus dem Turnier ausgeschieden.