Schlechte Nachrichten für viele Bartträger: Medizin-Studenten der Universität Greifswald dürfen künftig keinen Vollbart mehr unter ihrer FFP2-Maske tragen. Dies geht offenbar aus einer E-Mail des dortigen Uni-Krisenstabs an die Studenten hervor. Der der Nordkurier zitiert daraus. Demnach heißt es in dem Schreiben: „Bitte passen Sie ihre Rasur umgehend hygienekonform (...) an.” Durch eine der Mail beigefügten Infografik wird ersichtlich, so der Nordkurier, welche Bärte „hygienekonform“ sind und welche nicht. Der Grund für die Auflage: Die Filter-Wirkung von FFP2-Masken soll nicht beeinträchtigt werden.

Diverse Bartformen sind aber offenbar erlaubt, darunter der sogenannte „toothbrush“. Einen derartig eng gestutzten Bart trug auch Adolf Hitler. Der Zeitung zufolge wird zudem auf entsprechende Paragraphen im Arbeitsschutzgesetz verwiesen und „bei Nichteinhaltung mit Problemen des Versicherungsträgers gedroht“. Laut Nordkurier zeigten sich einige der Mailempfänger „irritiert“ von dem Schaubild.

Andere sollen Verständnis für die Maßnahmen geäußert haben. Mit diesen soll sichergestellt werden, dass die Maske korrekt sitzt und so sicher schützt, heißt es. Allerdings: Die Greifswalder Medizin-Studenten müssen sich ohnehin testen lassen und haben so gut wie keinen Patientenkontakt. Ob auch an Berliner Universitäten, an denen das Fach Medizin gelehrt wird, ähnliche Forderungen an die Studenten gestellt werden, ist derzeit unklar.