NizzaNach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Messerangriff mit drei Toten in Südfrankreich hat die Polizei einen weiteren Verdächtigen in Gewahrsam genommen. Der 47-Jährige werde verdächtigt, am Tag vor der Tat mit dem mutmaßlichen Täter in Kontakt gestanden zu haben, hieß es aus französischen Justizkreisen. Zuvor hatte die Tageszeitung Nice-Matin von der Festnahme berichtet.

Bei dem Angriff am Donnerstagmorgen in der Basilika Notre-Dame wurden zunächst ein Mann und eine Frau getötet. Eine verletzte Frau konnte zunächst in eine Bar flüchten, erlag dort aber ihren Verletzungen. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich nach Angaben der Ermittler um einen 21-jährigen Tunesier, der erst vor Kurzem aus Italien nach Frankreich eingereist war.

Laut Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi rief der Angreifer mehrfach „Allahu Akbar“ („Gott ist groß“), bevor ihn die Polizei mit Schüssen verletzte und festnahm. In dem Fall ermittelt die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft.