Nachdem Nordkorea im Mai erstmals Corona-Fälle im eigenen Land vermeldet hatte, sei nun eine weitere, bislang unidentifizierte Viruskrankheit ausgebrochen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete, habe Machthaber Kim Jong Un bereits Quarantänemaßnahmen angeordnet.

Für Kim Jong Un stellt der Krankheitsausbruch auch die Möglichkeit dar, sich politisch zu inszenieren. Entdeckt worden sei die „Darmepidemie“ in der Stadt Haeju im Südwesten des Landes, meldete KCNA. Der „Oberste Führer“ habe sich umgehend entschlossen, Medikamente aus Privatreserven zu spenden. Auf am Donnerstag veröffentlichten Bildern zeigt sich der Machthaber gemeinsam mit seiner Frau Ri Sol Ju beim Überprüfen von Medikamenten.

Experten vermuten Typhus, Ruhr oder Cholera hinter der „Darmepidemie“

Hinter der bislang unidentifizierten Krankheit könnten nach Expertenmeinungen bekannte Infektionskrankheiten wie Typhus, Ruhr oder Cholera stecken, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Aufgrund fehlender Wasseraufbereitungsanlagen und eines maroden Gesundheitssystems träten ähnliche Krankheiten in Nordkorea immer wieder auf.