An der Nordseeküste werden in diesem Sommer vermehrt Stiche des giftigen Fisches Petermännchen verzeichnet. Die 15 bis 50 Zentimeter langen Fische mit giftigen Stacheln graben sich im Frühjahr und Sommer zum Laichen im flachen Wasser im Meeresboden ein.  
Foto: dpa/Wolfgang Runge

GöttingenEin giftiger Fisch sorgt derzeit für Aufregung in der Nordsee. Das 15 bis 50 Zentimeter lange Tier mit dem Namen Petermännchen hat Stacheln und zählt zu den giftigsten Tieren in Europa. Petermännchen graben sich im Frühjahr und Sommer zum Laichen im flachen Wasser im Meeresboden ein. Sie zählen zu den giftigsten Tieren in Europa.

Das Giftinformationszentrum Nord in Göttingen berichtet laut dpa, dass bislang schon fast 30 Anfragen wegen Stichen des Petermännchens eingegangen seien. Üblich seien „etwa 40 Anfragen für ein ganzes Jahr“, sagt Martin Ebbecke, der Leiter der Einrichtung.

Ein Schwerpunkt scheint die niedersächsische Insel Wangerooge zu sein. „Wir haben eine leichte Häufung gehabt“, bestätigt der Leiter der örtlichen DRK-Wasserwacht, Jonny Mählmann. Er sprach von fünf bis sechs Fällen, während es sonst auf Wangerooge nur zwei oder drei im Jahr seien. Für die deutschen Küsten seien es üblicherweise 30 bis 40 Stiche im Jahr.

Der Stich des Petermännchens führt zu einem stechenden Schmerz, starken Gelenkschmerzen und Schwellungen. Im schlimmsten Fall kann es zu einem allergischen Schock und Herzstillstand kommen.