Utøya - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat auf Utøya der 69 Opfer des Terroranschlags vor zehn Jahren gedacht. Bei einem Besuch der kleinen Insel in der Nähe der norwegischen Hauptstadt Oslo legte er am Freitag einen Kranz nieder. „Dieser Ort ist auch ein Ort der Trauer, aber er ist vor allem inzwischen auch ein Ort der Hoffnung“, sagte Steinmeier. Ihn beeindrucke, dass heute wieder jedes Jahr viele tausend Jugendliche an diesen Ort kämen, um an Workshops für Freiheit und Demokratie teilzunehmen.

Auf der Insel Utøya hatte der norwegische Rechtsterrorist Anders Behring Breivik vor zehn Jahren ein Sommerlager der norwegischen Arbeiterjugend überfallen. Er unternahm eine Hetzjagd auf Jugendliche und richtete sie regelrecht hin. Zuvor hatte er im Regierungsviertel von Oslo eine Bombe gezündet. Insgesamt starben 77 Menschen.

Norwegens Regierungschef Jonas Gahr Støre sagte: „Dieses ist einer der kraftvollsten Orte hier in unserem Land, eine Werkstatt für Demokratie und die Jugend.“ Steinmeier betonte, der Umgang Norwegens mit der Tragödie „ist nicht nur beeindruckend, das ist wirklich bewegend“.