Das Sony Center im Herzen von Berlin gehört zu den bekanntesten modernen Wahrzeichen der Hauptstadt. Nun hat der Staatsfonds von Norwegen für 677 Millionen Euro 50 Prozent des Gebäudekomplexes gekauft. Das geht aus einer Mitteilung der in Toronto ansässigen Oxford Properties Group hervor, die das Sony Center erst vor fünf Jahren für rund 1,1 Milliarden Euro erworben hatte. Das Unternehmen werde demnach einen Anteil von 50 Prozent behalten und außerdem weiter als Vermögensverwalter für das neue Joint Venture tätig sein. Umfassende Renovierungen seien in Planung.

„Nachdem wir einen erheblichen Wert schaffen konnten, werden wir in das Sony Center reinvestieren, um den Erlebnisfaktor zu erhöhen“, so Abby Shapiro, Deutschlandchefin bei Oxford. Die Transaktion bewertet das Sony Center mit 1,35 Milliarden Euro.

Bahn-Mitarbeiter müssen übergangsweise ihre Büros verlassen

Insbesondere der Gebäudeteil, in dem sich früher die Kinos befanden, soll umfassend renoviert werden. Das Multiplex-Kino war bereits Ende 2019 geschlossen worden. Dort soll nun eine „Food Hall“ mit verschiedenen Angeboten des Londoner Gastronomiebetreibers Kerb entstehen. Auch Fitnesseinrichtungen sind in Planung.

Ebenfalls von der Sanierung betroffen ist der gläserne Tower der Deutschen Bahn. Im Zuge der Sanierung müssen die rund 800 Beschäftigten des DB-Konzerns übergangsweise aus dem Turm ausziehen. Rund 200 Millionen Euro sollen in die Modernisierungsmaßnahmen fließen. Sie sollen bis Ende 2023 abgeschlossen sein.

Für den norwegischen Staatsfonds ist die Investition die bislang größte in eine Berliner Immobilie.