BerlinAn Berliner Schulen soll während des gesamten Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie eine Notbetreuung für jüngere Kinder angeboten werden - auch während der Weihnachtsferien. Das kündigte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Montag bei einer Sondersitzung des zuständigen Ausschusses im Abgeordnetenhaus an. Demnach soll das Angebot für diejenigen Schüler gelten, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten. Dazu zählen etwa das Gesundheitswesen, Polizei, Feuerwehr oder Verkehrsbetriebe. Im Blick sind dabei in erster Linie Schüler der Primarstufe, also bis einschließlich der sechsten Klasse.

Im Zuge des zunächst bis 10. Januar geplanten bundesweiten Lockdowns schließen Berliner Schulen am Mittwoch, die Ferien beginnen am Wochenende. Vom 16. bis 18. Dezember sowie in der Woche vom 4. bis 8. Januar sollen die Schüler zu Hause lernen - angeleitet von Lehrern, die an diesen Tagen trotz Schulschließung im Dienst sind. Für Schüler, die in beengten Verhältnissen leben oder aus anderen Gründen nicht zu Hause lernen können, sollen die Schulen Scheeres zufolge „einzelne Lernplätze“ einrichten, wenn das notwendig ist.

Für die Woche danach plant Scheeres, dass die Schulen wieder öffnen und in den Präsenzunterricht übergehen. Bei einer Zahl ab 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche im Bezirk sollen sie indes die Möglichkeit haben, in den Hybridunterricht zu wechseln, wie die Senatorin im Ausschuss erläuterte. Dabei lernen Schüler abwechselnd in der Schule in kleineren Gruppen und zu Hause. Auf Grundschüler käme bei diesen hohen Infektionszahlen eine Maskenpflicht zu. Bisher gilt diese an Schulen je nach Infektionslage nur für ältere Schüler. Denkbar ist aber auch, dass der Lockdown verlängert wird.

Notbetreuung in Berliner Kitas

Berliner Kitas und Kindertagespflegestellen bieten vom 16. Dezember bis zum 10. Januar eine Notversorgung für all jene Kinder an, deren Eltern in der Phase des Lockdowns keine Möglichkeit der Betreuung zu Hause haben. Dies gilt grundsätzlich für alle Träger und Einrichtungen. Gleichzeitig werden Eltern eindringlich aufgefordert, ihr Kind während dieser Zeit möglichst zu Hause zu lassen beziehungsweise nur im Falle eines außerordentlich dringlichen Betreuungsbedarfs ein Angebot in ihrer Einrichtung in Anspruch zu nehmen, heißt es von der Senatsverwaltung. Der Regelbetrieb finde nicht statt.