„Arche Noah“: Ist das Putins Notfallplan fürs Exil?

Der russische Präsident hat offenbar einen Plan für die Zeit nach einer russischen Niederlage. Anscheinend wird eine Flucht nach Lateinamerika erwägt.

Wladimir Putin, Präsident von Russland, bei einer Rede während einer Zeremonie zur Verleihung von Goldstern-Medaillen an Helden Russlands. 
Wladimir Putin, Präsident von Russland, bei einer Rede während einer Zeremonie zur Verleihung von Goldstern-Medaillen an Helden Russlands. AP/Pool Sputnik Kremlin/Mikhail Metzel

Nach mehreren Wochen Pause hat Russland nach britischen Angaben die Ukraine vermutlich wieder mit Hilfe iranischer Drohnen angegriffen. Die Ukraine meldete schwere Gefechte, besonders im Osten des Landes. Die Fronten verschieben sich jedoch offenbar nicht – auch nicht zu Russlands Gunsten.

Exil in Lateinamerika möglich

Der russische Präsident Wladimir Putin und seine Gefolgschaft sollen offenbar Pläne haben, ins Exil zu reisen, falls er den Krieg in der Ukraine verlieren sollte. Informationen des Business Insiders zufolge wird bereits seit Frühjahr an dem Ausweichplan unter dem Titel „Arche Noah“ gearbeitet. Diese Informationen stammen aus einem Telegram-Beitrag des ehemaligen Redenschreibers Putins, Abbas Gallyamov.

„Die Entourage des Häuptlings schließt nicht aus, dass er den Krieg verliert, die Macht verliert und dringend irgendwohin evakuiert werden muss“, heißt es in dem Beitrag weiter. Offenbar werden Lateinamerika – besonders Argentinien und Venezuela – in Betracht gezogen. Gallyamov kenne allerdings keine weiteren Einzelheiten. 

Gallyamov arbeitete zunächst von 2000 bis 2001 und dann von 2008 bis 2010 in Putins Redenschreiber-Team. Seit 2010 arbeitet er nicht mehr für den russischen Präsidenten. Seit 2018 lebt er im Exil in Israel.