Am 15. April 2019 wurde die weltberühmte Kathedrale Notre-Dame schwer beschädigt. 
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ParisFrankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat sich am Donnerstag für einen möglichst originalgetreuen Wiederaufbau von Notre-Dame ausgesprochen. Die weltberühmte Kathedrale solle nach dem verheerenden Brand im vergangenen Jahr „so weit es geht in der bisher bekannten Form“ restauriert werden, teilte der Élyséepalast am Abend mit. Zuvor hatte laut dpa ein für den Wiederaufbau der Kirche ins Leben gerufene Beratergremium getagt.

Es gab zunächst höchst unterschiedlichste Vorschläge für den Wiederaufbau. Auch ein Turm aus Glas war zeitweise im Gespräch. Vor allem über diesen Entwurf hatte es Streit gegeben. Chefarchitekt Philippe Villeneuve hatte immer wieder betont, dass er für einen originalgetreuen Wiederaufbau des Spitzturms sei. 

Vor allem darüber, ob der charakteristische Spitzturm der weltberühmten Kirche modern oder originalgetreu gebaut werden soll, gab es Streit. Macron hatte sich nach eigenen Angaben kurz nach dem Brand zunächst eine „zeitgenössische architektonische Geste“ gewünscht. Der Turm war bei dem Feuer im April 2019 eingestürzt.

Die neue Kulturministerin Roselyne Bachelot hatte laut dpa bereits am Donnerstagmorgen angedeutet, dass es „einen Konsens“ für einen originalgetreuen Wiederaufbau gebe. Macron betonte nun, dass stattdessen bei der Neugestaltung der Umgebung auf eine zeitgenössische Geste gesetzt werden soll.

Wann Notre-Dame wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird, ist noch unklar. Macron hatte nach dem Brand einen Wiederaufbau innerhalb von fünf Jahren versprochen.