Berlin - Eine Lichtinstallation an der Botschaft Frankreichs in der Hauptstadt erinnert bis zur kommenden Woche an die Opfer des Nationalsozialismus. Die Projektion der Namen von Opfern auf die Fassade der Botschaft am Brandenburger Tor soll bis zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar das Gedenken in das Stadtbild und die Gegenwart holen, teilten die beteiligten Arolsen Archives mit. Das Archiv gilt als weltweit umfassendste Sammlung zu Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus und dokumentiert Hinweise zu rund 17,5 Millionen Menschen.

Der Künstler Till Botterweck vom Designstudio Urbanscreen hat die Installation gestaltet, die zudem den Auftakt der deutsch-französischen Woche darstellt. Mit dieser soll auch an die Unterzeichnung des deutsch-französischen Élysée-Vertrags erinnert werden. Außerdem wollen die Arolsen Archives auf ihr Projekt #everynamecounts hinweisen, bei dem Freiwillige von zu Hause aus Dokumente aus Konzentrationslagern digitalisieren können.