Die Hersteller von Handelsmarken wollen den Auswirkungen eines möglichen Gas-Lieferstopps auf die Versorgung vorbeugen. Wie die Lebensmittel-Zeitung berichtet, würden die Hersteller im Fall einer Gas-Krise einheitliche Notfallprodukte an alle Händler liefern, um so die Versorgung zu sichern.

Demnach würden die Hersteller so auf den drohenden Lieferstopp von russischem Gas reagieren. Bedeuten würde dies, dass beispielsweise nur eine Sorte Zahnpasta oder Waschmittel zur Verfügung stehen. Zudem sollen Inhaltsstoffe reduziert werden, Bestandtteile, die aktuell schwer lieferbar sind, ersetzt oder gestrichen werden – so zum Beispiel Sonnenblumenöl.

Studie: Mit Gas-Lieferstopp droht Einbruch der Produktion

Allerdings wären nur einzelne Hersteller betroffen, so der Bericht. Flächendeckend würde die Maßnahme wohl nicht eingeführt werden. Die Händler selbst befürworten das Vorhaben der Hersteller. Einige Branchenkenner reagierten jedoch verhalten: Sinnvoll sei eine Reduzierung des Angebots nur bei komplexen Inhaltszusammensetzungen und Herstellern mit vielen Kunden angebracht.

Einer Studie zufolge ist die deutsche Wirtschaft nach wie vor stark abhängig von russischem Gas. Würden die Lieferungen ausfallen, droht den Studienautoren zufolge ein Einbruch der Produktion in Deutschland.