In Berlin sind in den Jahren 2016 bis 2020 mindestens 29 Menschen erfroren. Darüber berichtet der rbb unter Berufung auf die Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE). Sehr oft handelt es sich dabei offenbar um obdachlose oder wohnungslose Menschen.

Wie viele genau infolge von Kälte auf den Straßen der Hauptstadt sterben, ist aber unklar. Weder die Berliner Staatsanwaltschaft, noch die Senatsverwaltung für Soziales können dazu verlässliche Angaben machen. Es sei technisch nicht möglich, diese Information in Dokumenten der Todesermittlungsverfahren abzufragen, heißt es auf Anfrage des Senders.

Wenn Menschen auf auf einer Straße in Berlin ums Leben kommen, wird ein Arzt hinzugerufen. Wird eine ungeklärte Todesursache vermerkt, leitet die Polizei den Fall an die Staatsanwaltschaft weiter, die in einem Todesermittlungsverfahrens anordnet. Der Befund wird dann an die Staatsanwaltschaft zurückgemeldet, heißt es in dem Bericht des rbb.

Aber: Die Gerichtsmediziner stellen auch einen Totenschein aus, der in Kopie an die Gesundheitsämter der Berliner Bezirke geschickt wird. Die Gesundheitsämter werten die Daten einmal jährlich aus. Die Ergebnisse gehen an die Gesundheitsberichterstattung des Bundes.