Arbeitslose in den USA warten auf den Einlass zu einer Jobmesse.
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ParisDie Industriestaaten-Organisation OECD rechnet bis zum Jahresende mit einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit in vielen Industrieländern. Ohne eine zweite Infektionswelle könnte die Arbeitslosigkeit in den 30 Mitgliedsländern auf durchschnittlich 9,4 Prozent steigen, wie aus dem am Dienstag präsentierten OECD-Beschäftigungsausblick hervorgeht. Es wäre der höchste Wert seit der Weltwirtschaftskrise der 30er-Jahre.

Käme es zu einer zweiten Infektionswelle, rechnen die Experten demnach sogar mit einem Anstieg auf 12,6 Prozent. Ende 2019 lag die Zahl bei durchschnittlich 5,3 Prozent. Aus den Daten gehe zudem hervor, dass die Arbeitslosigkeit Geringqualifizierte, junge Menschen, Migranten und Frauen am stärksten getroffen habe, heißt es in der Studie.

„Die Länder müssen nun auf den mutigen Maßnahmen aufbauen, die sie gleich zu Beginn der Covid-19-Krise ergriffen haben, und alles in ihrer Macht Stehende tun, um zu verhindern, dass aus der Beschäftigungskrise eine massive Sozialkrise wird“, erklärte OECD-Generalsekretär Angel Gurría.