Berlin - Einer OECD-Studie zufolge hat die Corona-Pandemie viele Menschen psychisch stark belastet. In den OECD-Ländern gebe es 28 Prozent mehr Fälle von Angststörungen und 26 Prozent mehr Fälle von Depressionen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Donnerstag mit.

Schlechte psychische Gesundheit schadet Wirtschaft

Die volkswirtschaftlichen Kosten dafür seien hoch, denn psychische Probleme wirkten sich unter anderem auf die Beschäftigung und die Produktivität aus. Nach OECD-Schätzungen belaufen sich die Kosten schlechter psychischer Gesundheit im OECD-Schnitt auf mehr als 4,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Schon vor der Pandemie hatten Menschen mit psychischen Erkrankungen der Studie zufolge eine um 20 Prozent niedrigere Beschäftigungswahrscheinlichkeit und erhielten im Schnitt 17 Prozent weniger Lohn als ihre Kollegen ohne psychische Erkrankungen.

Daten aus europäischen Ländern deuten demnach darauf hin, dass sich diese Unterschiede in den vergangenen fünf Jahren nicht verringerten. Die Unterschiede bei den Arbeitslosenquoten seien sogar angestiegen, was zeige, dass es für Arbeitende mit psychischen Erkrankungen immer schwieriger werde, ihren Arbeitsplatz zu behalten.