Wien - Der für seine unkonventionellen „Kottan“-Krimis bekannte Regisseur Peter Patzak ist tot. Der österreichische Filmemacher starb am Donnerstag im Alter von 76 Jahren in einem Krankenhaus in Krems, berichteten Freunde seiner Familie am Freitag der Nachrichtenagentur APA.

Mit „Kottan ermittelt“ setzte Patzak einen Meilenstein in der Geschichte des deutschsprachigen Fernsehkrimis. Von 1976 bis 1983 flimmerte die Serie mit wechselnden Hauptdarstellern über die Bildschirme. Mit ihrem anarchistischen und satirischen Humor war sie den gängigen deutschen Krimireihen um Jahre voraus. „Peter Patzak gehörte zweifelsohne zu den heimischen Künstlern, die die österreichische Seele in all ihren Facetten am wirkungsvollsten darstellen konnten“, sagte Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer in einer Mitteilung.

Patzak begann, in den 1960er-Jahren die ersten Filme zu drehen

Peter Patzak wurde am 2. Januar 1945 in Wien geboren. Er studierte Psychologie, Kunstgeschichte und Malerei und begann, Mitte der 1960er erste Filme zu drehen. Internationale Aufmerksamkeit erregte er 1979 mit „Kassbach“, einem Porträt eines Neonazis. Im Jahr 1996 zeigte das Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken eine Werkschau des Regisseurs.

Nach mehr als 70 Arbeiten, viele davon für das Fernsehen, stellte Patzak 2010 seinen letzten Kinostreifen vor: „Kottan ermittelt: Rien ne va plus“ hatte er für die große Leinwand gedreht. Neben seiner Filmkarriere arbeitete Patzak auch als Maler und stellte unter anderem in New York aus. Er unterrichtete auch Regie an der Wiener Filmakademie.