BerlinStuttgarter Ingenieure bauen auf einem Uni-Gelände in Zürich ein Haus teilweise aus Müll. Der Gebäudebaustein „Umar“ entsteht auf dem ETH-Campus in Dübendorf. Verwendet wurden Badezimmerfliesen aus eingeschmolzenen Schneidbrettern, Ziegelsteine aus zertrümmerten Kloschüsseln, Trockenbauwände aus gepressten Tetra-Packs und Wärmedämmung aus geschredderten Jeans. Dies geht aus einem Bericht der Zeitung „Der Standard“ hervor.

„Umar “ist ein Akronym und bedeutet: „Urban Mining and Recycling“. Bis zu vier Personen sollen in der als Studenten-WG geplanten Showcase-Box leben können.

Roland Bechmann ist Partner im Stuttgarter Architektur- und Ingenieurbüro Werner Sobek, der das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institute of Technology (KIT) entwickelte. Er sagt gegenüber „Der Standard“: „Das Schöne an diesem Bau, ist zu sehen, dass man im nachhaltigen Bauen längst keine ästhetischen Kompromisse mehr eingehen muss. Früher war ökologische Architektur meist ein Synonym für Entsagung und Verzicht. Doch das ist vorbei. Re-Use und Recycling können richtig schick sein!“