Wien - In Österreich sind zwei Flüchtlinge tot in einem Kleinbus entdeckt worden. Die beiden Männer dürften sich laut Polizei schon vor der Fahrt über die ungarische Grenze in einem schlechten körperlichen Zustand befunden haben, sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion Burgenland der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Zuerst hatte die Kronen Zeitung berichtet.

26 weitere Personen wurden nach jüngsten Angaben aufgegriffen. Zunächst war von 28 Männern die Rede gewesen. Sie benötigten laut Polizei keine ärztliche Hilfe und wurden mit Wasser versorgt. „Wir konnten Schlimmeres verhindern“, meinte Gerald Tatzgern, Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung der Schlepperkriminalität im Bundeskriminalamt. Soldaten des Bundesheeres hatten das Fahrzeug angehalten und kontrolliert, weil es ihnen verdächtig vorgekommen war. Der Fahrer des Kleinbusses flüchtete.

Suche mit Hubschrauber und Hunden

Wie ein Polizeisprecher gegenüber der APA weiter erklärte, handle es sich bei den Migranten um Syrer und Kurden. Das Gebiet rund um die Grenzregion Siegendorfer Puszta wurde für die Fahndung am Dienstagnachmittag weiträumig abgesperrt. Mit einem Polizeihubschrauber und Hunden wurde der Schlepper im Wald gesucht. Die Polizei ging davon aus, dass er bewaffnet sein könnte.

Es sind nicht die ersten Toten auf dieser Migrationsroute: Im August 2015 hatte der Erstickungstod von 71 in einen Lkw gepferchten Menschen in Österreich für internationale Empörung gesorgt. Die Opfer, darunter auch vier Kinder, stammten vor allem aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Fast vier Jahre später verurteilten ungarische Gerichte die Schleuser zu lebenslanger Haft.