Tokio - Mit symbolischen Szenen zu den Folgen der Corona-Pandemie und zu japanischen Traditionen sowie dem Einlaufen der 206 Teams ins Olympiastadion hat die Eröffnungsfeier der Sommerspiele von Tokio begonnen. In der leeren Arena waren am Freitag nur wenige Ehrengäste zugelassen. Nach der Parade der teilnehmenden Mannschaften sollte Japans Kaiser Naruhito die Spiele für eröffnet erklären. Danach war die Entzündung der olympischen Flamme geplant.

Laute Proteste direkt vor dem Stadion

Rund um die Eröffnungsfeier gab es vereinzelte Proteste. Vor dem Rathaus von Tokio hatten sich am Freitag Dutzende von Menschen umringt von Polizisten versammelt. Auf Bannern stand „Löscht die olympische Fackel“ und „Keine Olympiade“ sowie „Globales Verbrechen gegen Japan“. Laute Proteste gab es außerdem direkt vor dem Stadion. Diese waren auch während der Eröffnungsfeier in der Arena zu hören, wenn es zwischenzeitlich still war.

Viele Menschen versammelten sich rund um das Stadion zudem friedlich, um in der Nähe der Eröffnung zu sein. Aufgrund der strengen Corona-Beschränkungen waren nur wenige Personen innerhalb der Arena zugelassen. Dass Olympia mit Teilnehmern aus aller Welt trotz steigender Fallzahlen während der Pandemie in der Millionenstadt Tokio stattfindet, wird in Japan teilweise sehr kritisch gesehen.