Berlin - Am Freitag treffen sich Bund und Länder, um über das weitere Vorgehen in der aktuellen Corona-Lage zu beraten. Da sich die Omikron-Variante immer schneller in Deutschland ausbreitet, wollen auch die Ministerpräsidenten und Bundeskanzler Scholz die Quarantäne verkürzen und den Vorschlägen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und dem RKI vom Mittwoch folgen. Das geht aus einer ersten Skizze hervor, die der Berliner Zeitung exklusiv vorliegt. Die Skizze wird bei den Beratungen am Freitag diskutiert.

Das steht in der Skizze für die Beratungen von Bund und Ländern

  • Allgemeinbevölkerung: Die Quarantäne soll für Infizierte und Kontaktpersonen auf sieben Tage mit negativem PCR-Test verkürzt werden. Ohne PCR-Test soll sie auf zehn Tage verkürzt werden. 
  • Personal in Pflegeheimen und Krankenhäusern: Für Infizierte ist die Verkürzung der Quarantäne auf sieben Tage mit negativem PCR-Test möglich (Voraussetzung sind 48 Stunden ohne Symptome). Für Kontaktpersonen ist die Verkürzung der Quarantäne auf fünf Tage mit negativen PCR-Test möglich (Voraussetzung sind 48 Stunden ohne Symptome).  
  • Kinder in Hort und Schule: Infizierte können sich nach sieben Tagen von der Quarantäne mit einem negativen PCR-Test befreien. Ohne PCR-Test dauert die Quarantäne zehn Tage.  Kinder, die Kontaktpersonen sind, können sich schon nach fünf Tagen mit einem negativen PCR-Test freitesten. 
  • Von der Quarantäne ausgenommen sind nur Kontaktpersonen, wenn sie:
  • geboostert sind,
  • frisch doppelt geimpft sind (zweite Schutzimpfung liegt weniger als zwei Monate zurück),
  • frisch genesen sind (Das Ende der Erkrankung liegt weniger als zwei Monate zurück),
  • genesen und frisch geimpft sind (erste Impfung nach Genesung liegt weniger als zwei Monate zurück),
  • genesen und zweimal geimpft sind.
  • Maskenpflicht: Sie soll an allen Schulen zurückkommen.