„One Love“- Binde: DFB fürchtet Sperre für Manuel Neuer

Der Kapitän der Nationalmannschaft will im Spiel gegen Japan mit einer „On-Love“-Binde auflaufen. Die FIFA ist dagegen. Neuer könnte die Sperre drohen.

Manuel Neuer
Manuel Neuerdpa/Federico Gambarini

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) befürchtet ein Spielsperre vor Stammtorwart Manuel Neuer bei der WM in Katar. Neuer hatte angekündigt, beim ersten Spiel am Mittwoch gegen Japan mit einer „One-Love“-Armbinde aufzulaufen, um gegen die Schwulenfeindlichkeit und die fehlenden Menschenrechte im Gastgeberland zu protestieren. Die Kapitäne der dänischen und der englischen Mannschaft wollten es ihm gleichtun und die Binde tragen

„Ich finde gut, dass wir zusammen ein Statement setzen können“, sagte Neuer: „Wir werden versuchen, das durchzusetzen und zu vertreten.“

WM in Katar: Wie reagiert der Schiri auf Neuers Binde?

Die FIFA ist eigentlich dagegen. Der Fußball-Weltverband hat am Samstag angekündigt, eine Kampagnen mit eigenen Binden zu starten. Eine nicht absehbare Entwicklung einen Tag vor dem Beginn der Weltmeisterschaften, die wohl nicht zufällig in Konkurrenz zur Aktion von Neuer und Co. steht.

Wie die Bild berichtet, fürchtet der DFB, dass Neuer mit Gelb bestraft würde, wenn er mit der „One-Love“-Binde aufläuft. Eine zweite gelbe Karte würde die Sperre bis zum Viertelfinale bedeuten. Aktuell würde man den Fall beim DFB prüfen und diskutieren, heißt in dem Bericht.