Los Angeles - Zwei Nachwuchs-Regisseure von deutschen Filmschulen sind zusammen mit weiteren 15 Studenten aus aller Welt mit einem Studenten-Oscar ausgezeichnet worden. Die Ehrung fand coronabedingt im Rahmen einer virtuellen Zeremonie statt, wie die Oscar-Akademie am Donnerstag (Ortszeit) bekanntgab.

Unter den Gewinnern ist der jordanische Regisseur Murad Abu Eisheh, Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg. Sein Film „Tala'vision“ gewann in der Sparte „Narrative (International Film Schools)“ den Student Academy Award in Gold. Die Trophäe in Silber in dieser Kategorie holte Regisseur Simon Denda mit seinem Abschlussfilm „Adisa“ von der Hochschule für Fernsehen und Film München.

Der halbstündige Kurzspielfilm „Tala'vision“ erzählt vom Leben der achtjährigen Tala im vom Krieg zerrütteten Syrien und davon, welche Bedeutung darin ein Fernseher für das Mädchen hat. Denda drehte seinen Kurzspielfilm „Adisa“ in Kenia nach einer wahren Begebenheit in einem Dorf an der somalischen Grenze, das Ziel eines Terrorangriffs wurde.

Gewinner können ihre Filme für den „echten“ Oscar einreichen

In diesem Jahr hatten 210 amerikanische und 126 internationale Hochschulen über 1400 Beiträge eingereicht. Die Gewinner können mit ihren Filmen nun auch beim Oscar-Wettbewerb im Jahr 2022 mitmachen.

Schon häufiger gingen Studenten-Oscars an Absolventen deutscher Hochschulen. 2017 etwa setzten sich die Kurz-Doku „Galamsey“ von Johannes Preuss (Filmakademie Baden-Württemberg) und der Kurz-Spielfilm „Watu Wote/All of Us“ von Katja Benrath (Hamburg Media School) gegen die internationale Konkurrenz durch.

Mit den Trophäen ehrt die Akademie seit 1972 Auslands-Regisseure und junge Talente von Filmhochschulen in den USA.