Rostock - Mit der beginnenden Hochsaison müssen sich die Tourismusorte an Ost- und Nordsee wieder mit manchen Beschwerden von Gästen beschäftigen, denen die Nacktheit anderer Badenden an den Stränden missfällt. Darum wurden an den meisten Stränden getrennte Bereiche geschaffen. In Rostock muss sich in Kürze die Bürgerschaft mit der Frage beschäftigen, ob es künftig größere Mischbereiche geben soll.

Die Vizepräsidentin des Deutschen Verbands für Freikörperkultur, Michaela Toepper, hält die räumliche Trennung für sinnvoll. Sie verweist auf Gaffer, die an gemischten Stränden zu finden sind. Andererseits rät sie zu Toleranz. „Vor allem im Osten springen die Menschen einfach nackt ins Wasser.“

Das sieht die Sprecherin des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Katrin Hackbarth, auch so. Grundsätzlich sei es wünschenswert, wenn die Bedürfnisse aller Gäste, von Familien über Hundebesitzer bis hin zu Nacktbadern, abgedeckt würden und die Nutzung durch gegenseitige Rücksichtnahme gekennzeichnet sei. „Bei der 2000 Kilometer langen Küstenlinie und den 2000 Seen in Mecklenburg-Vorpommern sollte das auch möglich sein.“