Die Soldaten leisten ihren Dienst an der Waffe bald mit Gewehren der Firma C.G. Haenel.
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Suhl/BerlinDer Thüringer Waffenfabrikant C.G. Haenel beliefert die Bundeswehr fortan mit seinen Sturmgewehren. Damit löst das Unternehmen den bisherigen Hauslieferanten Heckler & Koch, der die Armee seit 1959 ausrüstete, als Hauptproduzent ab.

Das aktuelle Sturmgewehr G36 von Heckler & Koch hatte in den letzten Jahren bereits Debatten verursacht. In den Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Verteidigungsministerium und dem Waffenhersteller ging es um die Treffgenauigkeit unter Extrembedingungen oder auch klimatische Gesichtspunkte. In der Ausschreibung für ein neues Gewehr legte sich die Bundeswehr auf eine Waffe fest, die für alle Klimazonen geeignet ist. 

Das Verteidigungsministerium legte sich nun nach einem über dreijährigen Auswahlverfahren mit vielen Tests und Prüfungen auf die Waffenschmiede aus Suhl fest. Das Gewehr von Haenel habe sich in der Probe als technisch etwas besser erwiesen, sei zudem im Angebot wirtschaftlicher. Bisher hat Haenel der Bundeswehr bereits ein Scharfschützengewehr zur Verfügung gestellt.