Saarland: Mann erschießt Vermieterin und sich selbst

In Ottweiler im Saarland ist ein 51-jähriger Mann im Streit um eine Wohnung durchgedreht. Er erschoss die Vermieterin und verletzte den Ehemann schwer. Danach beging er Suizid.

Saarland, Ottweiler: Einsatzkräfte der Polizei und Spurensicherung stehen vor einem Haus. Im Streit um eine Mietwohnung sind am Freitag im saarländischen Ottweiler zwei Menschen getötet und ein Mann verletzt worden.
Saarland, Ottweiler: Einsatzkräfte der Polizei und Spurensicherung stehen vor einem Haus. Im Streit um eine Mietwohnung sind am Freitag im saarländischen Ottweiler zwei Menschen getötet und ein Mann verletzt worden.dpa/BeckerBredel

Im Streit um eine Mietwohnung sind am Freitag im saarländischen Ottweiler zwei Menschen getötet und ein Mann lebensgefährlich verletzt worden. Die potenziellen Vermieter der Wohnung, ein 79 Jahre alter Mann und seine ein Jahr jüngere Frau, seien am Nachmittag zu einem Pärchen gefahren, das umziehen wollte.

Nach Angaben der Polizei wollten sie dem 51 Jahre alten Mann und seiner 59 Jahre alten Lebensgefährtin mitteilen, dass es mit dem Umzug in eine neue Wohnung doch nichts werde. Der 51-Jährige habe daraufhin eine Waffe gezogen und die 78-jährige Vermieterin erschossen.

Ottweiler im Saarland: Zum Schluss tötet der Schütze sich selbst

Bei einem anschließendem Kampf mit dem 79-Jährigen zog er erneut die Waffe, drückte ab und verletzte ihn. Anschließend erschoss sich der 51-Jährige in der eigenen Wohnung selber. Die Partnerin des Schützen werde derzeit betreut.

Die Tat ereignete sich gegen 16 Uhr im Erdgeschoss eines Einfamilienhauses in der Schiffweiler Straße, in dem der Täter wohnte. Wie die Saarbrücker Zeitung weiter schreibt, musste der 51-jährige Mann mit seiner Partnerin aus seiner jetzigen Wohnung ausziehen. Sie hatten sich als Mieter für eine neue Wohnung beworben und scheiterten

Parallelen zur Bluttat vor einer Woche in Berlin Spandua

Die Tat erinnert an die Bluttat in Spandau vor einer Woche. Ein Mann, der aus seiner Wohnung in der Heerstraße ausziehen musste, erschoss den Neu-Besitzer seiner Wohnung und legte danach Feuer. Der Täter starb in den Flammen.

Hilfe-Nummern
Ihre Gedanken hören nicht auf zu kreisen? Sie befinden sich in einer scheinbar ausweglosen Situation und spielen mit dem Gedanken, sich das Leben zu nehmen? Wenn Sie sich nicht im Familien- oder Freundeskreis Hilfe suchen können oder möchten – hier finden Sie anonyme Beratungs- und Seelsorgeangebote:

Telefonseelsorge: Unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 erreichen Sie rund um die Uhr Mitarbeiter, mit denen Sie Ihre Sorgen und Ängste teilen können. Auch ein Gespräch via Chat ist möglich. telefonseelsorge.de

Kinder- und Jugendtelefon: Das Angebot des Vereins „Nummer gegen Kummer“ richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche, die in einer schwierigen Situation stecken. Erreichbar montags bis sonnabends von 14 bis 20 Uhr unter 11 6 111 oder 0800 – 111 0 333. Am Sonnabend nehmen die jungen Berater des Teams „Jugendliche beraten Jugendliche“ die Gespräche an. nummergegenkummer.de.

Muslimisches Seelsorge-Telefon: Die Mitarbeiter von MuTeS sind 24 Stunden unter 030 – 44 35 09 821 zu erreichen. Ein Teil von ihnen spricht auch türkisch. mutes.de

Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention: Eine Übersicht aller telefonischer, regionaler, Online- und Mail-Beratungsangebote in Deutschland gibt es unter suizidprophylaxe.de