Hannover - In einer neuen Welle gefälschter Zoll-Mails fordern Betrüger, die sich als „Kundendienst“ einer „Regionalen Zolldirektion ausgeben“, 50 Euro per Prepaid-Zahlungsdienst (Paysafecard), damit eine angebliche DHL-Paketsendung weiterbearbeitet werden kann. Vor den E-Mails warnt das Landeskriminalamt Niedersachsen.

Empfänger verdächtiger Mails sollen sich beim Zoll melden

Für die Mails werden unter anderem die ganz neu registrierten Domains „zolldhl.de“ oder „zollabteilung.com“ benutzt, die den Angaben zufolge keinerlei Bezug zu DHL oder zum Zoll haben. Es wird empfohlen, die Mails sofort zu löschen und nicht darauf zu reagieren. Falls eine angebliche DHL-Sendungsnummer in der Mail genannt wird, kann man diese bei Zweifeln bei der echten DHL-Sendungsverfolgung prüfen. Dort wird dann schnell klar, dass die Nummer nicht existiert. Zudem fordert der Zoll niemals die Zahlung von Einfuhrabgaben über Prepaid-Zahlungsdienstleister an.

Falls man bereits Prepaid-Guthaben erworben und einen PIN-Code an die Mail-Adresse geschickt hat, kann versucht werden, die PIN und somit das Guthaben zu sperren. Gelingt das nicht mehr, sollte man Anzeige bei der örtlichen Polizei erstatten.

Nach eigenen Angaben stellt der Zoll Steuerbescheide und Zahlungsaufforderungen niemals per E-Mail, SMS oder über andere Kanäle wie etwa Messenger zu. Aufgrund der Formvorschriften geschehe das per Briefpost. Etwas anderes gelte nur dann, wenn jemand einer Kontaktaufnahme per E-Mail ausdrücklich zugestimmt hat. Die Zollbehörde fordert die Empfänger verdächtiger Mails auf, diese beim Zoll zu melden. Auch an die Polizei kann sich gewandt werden.