Brandenburg an der HavelWegen eines Streits zwischen einem Paketfahrer und einem Vater mit Kinderwagen ermittelt jetzt die Mordkommission der Polizei Brandenburg. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Cottbus kam es am Donnerstag in Brandenburg an der Havel zu einem versuchten Tötungsdelikt. Das Opfer ist laut Polizei ein aus Syrien stammender 23-jähriger Paketfahrer, der 35-jährige Tatverdächtige ein aus Bulgarien stammender Mann, der mit einem Kinderwagen unterwegs war. 

„Der Beschuldigte soll sich laut Zeugenaussagen zunächst beschwert haben, er könne mit seinem Kinderwagen nicht ungehindert an dem Transporter vorbeilaufen“, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam. Im Verlauf des Streitgesprächs soll der Beschuldigte dann „mehrfach mit einem gefährlichen Werkzeug auf den Kopf des Paketfahrers eingeschlagen haben“.

Dieser erlitt dadurch „erhebliche Verletzungen“. Passanten und Zeugen kümmerten sich um den Verletzten und alarmierten Polizei und Rettungsdienst. Der Geschädigte wurde laut Polizei nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort in ein Krankenhaus gebracht, wo er stationär behandelt wird.

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Sachverhaltes leiteten die Beamten der Polizeiinspektion Brandenburg intensive Fahndungs- und Suchmaßnahmen unter Beteiligung eines Polizeihubschraubers und mit Fährtensuchhunden im umliegenden Nahbereich ein. Der Sprecher weiter: „Zeitnah verdichteten sich erste Hinweise auf die Identität des Täters“.

Der Mann meldete sich am Abend selbständig bei der Polizei und gab an, sich stellen zu wollen. Er wurde daraufhin an seiner Wohnanschrift festgenommen und in das Gewahrsam der Polizeiinspektion Brandenburg gebracht. Die Mordkommission der Polizeidirektion West hat die Ermittlungen zu einem versuchten Tötungsdelikt übernommen.