Angesichts der Corona-Pandemie und der Flutkatastrophe haben die Menschen in Deutschland im Jahr 2021 deutlich mehr Geld gespendet als früher. Das geht aus der „Bilanz des Helfens“ des Deutschen Spendenrats für 2021 hervor, die am Donnerstag in Berlin veröffentlicht wurde. Mit etwa 5,8 Milliarden Euro sei das Spendenniveau im Vergleich zum „bereits sehr guten“ ersten Pandemiejahr 2020 um sieben Prozent gestiegen, teilte der Verband mit. Das sei das beste Ergebnis seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005, die jährlich vom Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag des Spendenrats aufgestellt wird.

Der Spendenrat ist der Dachverband von rund 70 gemeinnützigen Organisationen aus den Bereichen soziale und humanitäre Hilfe, Umwelt und Tierschutz, Kunst und Kultur sowie Denkmalschutz. Die „Bilanz des Helfens“ basiert auf Selbstauskünften von 10.000 Menschen.

Eine Millionen Geber mehr als im Vorjahr

Rund 20 Millionen Menschen in Deutschland haben nach der Analyse 2021 Geld an gemeinnützige Organisationen oder Kirchen gespendet. Das waren etwa eine Million Geber mehr als 2020. Der Betrag der durchschnittlichen Spende lag um zwei Euro höher und ist bei einem neuen Rekordniveau von 42 Euro angekommen. Durchschnittlich spendete jede Spenderin und jeder Spender sieben Mal.

Besonders großzügig waren die Menschen den Daten zufolge im Corona-Lockdown, im Sommer und Spätsommer zeigte sich dann im Zeitraum der Flutkatastrophe ein Spendenplus abgekoppelt von der Pandemiedynamik. Am meisten spendete demnach auch im letzten Jahr die Generation 70 plus. Besonders deutlich stieg die Anzahl der Spenderinnen und Spender in der Altersgruppe bis 29 Jahre (um etwa 508.000) sowie in der Altersgruppe 50-59 (plus etwa 259.000).