Redmont - Microsoft hat eine weitere Schadsoftware entdeckt, die durch jüngst bekannt gewordene Sicherheitslücken in sein E-Mail-System Exchange eingedrungen ist. Der Konzern veröffentlichte am Freitag zusätzliche Sicherheitsupdates dafür. Die Entdeckung der neuen Schadsoftware-Familie verstärkt noch weiter den Druck auf Betreiber von Exchange-Servern, die Schwachstellen zu stopfen.

Microsoft hatte vergangene Woche eine Aktualisierung für seine Software Exchange-Server veröffentlicht, die vier Lücken schließt, die von mutmaßlich chinesischen Hackern attackiert wurden. Die Updates müssen allerdings von den Kunden selbst installiert werden.

Hacker-Gruppe „Hafnium“ hat es auf Microsoft abgesehen

Zugleich versuchten die Gruppe, die Microsoft „Hafnium“ nennt, sowie andere Hacker, in der Zwischenzeit so viele Computer wie möglich anzugreifen. Einige IT-Sicherheitsexperten gehen von mehr als 250.000 betroffenen Systemen weltweit aus. „Selbst wenn der Patch innerhalb kürzester Zeit installiert wurde, ist man keinesfalls sicher“, warnte Rüdiger Trost von der IT-Sicherheitsfirma F-Secure. „Hafnium und andere Angreifer haben mit Hochdruck über die letzten Tage alles infiltriert, was sie konnten und Hintertüren eingebaut.“