Berlin - Der Berliner Landeswahlausschuss hat am Montag das Zweitstimmenergebnis der Bundestagswahl am 26. September in der Hauptstadt festgestellt. Gegenüber dem in der Wahlnacht ermittelten vorläufigen Ergebnis ergaben sich nur geringfügige Änderungen, wie die Landeswahlleitung mitteilte. Demnach kam die Berliner SPD bei der Bundestagswahl auf 23,4 Prozent der Zweitstimmen, knapp gefolgt von den Grünen (22,4 Prozent). Drittstärkste Kraft wurde die CDU (15,9 Prozent) vor der Linken (11,4 Prozent), der FDP (9,1 Prozent) und der AfD (8,4 Prozent). Die Wahlbeteiligung betrug 75,2 Prozent.

Bei der Wahl zum Bundestag, zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 26. September waren zahlreiche Pannen und Organisationsmängel zu Tage getreten. So fehlten mancherorts Stimmzettel, in anderen Wahllokalen kamen zunächst die falschen an. Den ganzen Tag über bildeten sich Schlangen vor Wahllokalen, in etlichen Fällen gaben Wähler deshalb noch nach 18 Uhr ihre Stimme ab. Das alles hatte Berlin bundesweit in ein schlechtes Licht gerückt.

Wahlpannen: Berlin muss dem Bundeswahlleiter Bericht vorlegen

Landeswahlleiterin Petra Michaelis habe im Wahlausschuss Bedenken gegen die Ordnungsgemäßheit der Wahl, die sich aus Berichten der Kreiswahlausschüsse und aus sonstigen Verlautbarungen ergeben hätten, vorgetragen, hieß es dazu in der Mitteilung. Sie werde dem Bundeswahlleiter auch einen Bericht zu den Umständen der Wahldurchführung übermitteln. Über das endgültige Ergebnis der Bundestagswahl entscheide der Bundeswahlausschuss am 15. Oktober.

Am 14. Oktober stellt der Landeswahlausschuss die Ergebnisse der Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen fest.